Modellprojekt „Test- und Öffnungsstrategie“ vom 7. Juni bis 3. Juli im Kreis Sigmaringen

Wie bereits berichtet, haben das Sozialministerium und die Kommunalen Landesverbände in Baden-Württemberg grünes Licht für insgesamt 19 Modellprojekte aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen gegeben.

Unter den ausgewählten Modellprojekten ist auch das Konzept der vier Städte Mengen, Sigmaringen, Bad Saulgau und Pfullendorf www.sig-modell.de . Konkret bedeutet dies, dass in den vier Städten für ausgewählte touristische Angebote die Öffnungsstufe 3 vorgezogen werden kann. Da die Inzidenz seit einigen Tagen deutlich unter 50 gesunken ist, haben sich einige Öffnungsschritte bereits von selbst ergeben. So können nun wieder Stadtführungen und kleinere Veranstaltungen stattfinden, Freibäder und Thermen geöffnet werden. Voraussetzung ist momentan noch ein tagesaktueller Coronatest sowie die Kontaktdatendokumentation und genau hierauf zielt auch das Modellprojekt ab. Durch einen anonymisierten Abgleich der Testnachweise mit den Daten der Kontaktnachverfolgung soll der wissenschaftliche Nachweis erbracht werden, dass durch flächendeckendes Testen Infektionen frühzeitig entdeckt, Infektionsketten durchbrochen und die Inzidenz gesenkt werden kann. Dadurch könnte ggf. bei weiteren Infektionswellen auf weitreichende Schließungen, wie in den vergangenen Monaten, verzichtet werden. Begleitet wird das Projekt von der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, Fakultät Life Sciences, Professur für Bioanalytik und Laborautomation, Prof. Dr. Thole Züchner.

Die interkommunale Test- und Öffnungsstrategiewww.sig-modell.de der Städte Sigmaringen, Bad Saulgau, Pfullendorf und Mengen ist ein innovatives, einheitliches und regionales Konzept, das es ermöglicht, „ mit dem Virus“ zu leben und auch bei weiteren Infektionswellen zur Anwendung kommen kann. Das negative Testergebnis wird quasi zur kreisweiten "Eintrittskarte". Jeder Test muss personifiziert sein, um Missbrauch auszuschließen, die digitale und analoge Ausweisung der Testergebnisse mit zeitlicher Befristung (24 Stunden) erfolgt unter Einhaltung des Datenschutzes über die einfach zu handzuhabende Web-Applikation www.sig-modell.de (QR-Code) oder analog in Papierform. Eine flächendeckende Kontaktnachverfolgung kann mittels der Luca-App oder ebenfalls in Papierform erfolgen.

Die aus den Testungen gewonnen anonymisierten Daten werden einmal wöchentlich an die Hochschule Albstadt-Sigmaringen zur wissenschaftlichen Analyse übermittelt. Die Daten werden zunächst bis zum 3. Juli ermittelt und nach Abschluss des Modellprojektes sollen die Daten der getesteten Personen mit den Daten von an COVID-19 erkrankten Personen aus der Kontaktnachverfolgung korreliert werden, um die Wirksamkeit der Schnelltests zu erforschen. Bei unauffälliger Inzidenzauswirkung kann ggf. eine landesweite Ausweitung der vorgezogenen Öffnungen erfolgen. Damit wird auch den weiteren vergleichbaren Anträgen, die auf kleinere Veranstaltungen ab Ende Juni / Juli zielen, eine Perspektive geboten. Das Landesgesundheitsamt steht jedoch Großveranstaltungen weiterhin kritisch gegenüber.

„Wir bleiben negativ und denken positiv“ – unter diesem Motto wird die Test- und Öffnungsstrategie der Kommunen im Kreis Sigmaringen als ausgewähltes Modellprojekt in Baden-Württemberg fortgeführt und ausgebaut, um bald wieder in den „normalen“ Alltag zurückzukehren.

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