Pfullendorfer Sommerferien-Spaß wurde zum ersten Mal vor 30 Jahren ins Leben gerufen

Vor 30 Jahren veranstalteten das damalige Kultur- und Verkehrsamt gemeinsam mit dem Stadtjugendring Pfullendorf e. V. den ersten Pfullendorfer Sommerferien-Spaß.

Was damals ein absolutes Novum im Landkreis Sigmaringen war, gehört heute schon fast zum Standardangebot der Städte und Gemeinden.
Hermine Reiter, die damals das Kultur- und Verkehrsamts leitete und Wendelin Riegger, damals Vorsitzender des Stadtjugendrings e. V. hatten die gemeinsame Vision in den Sommerferien ein Programm für die daheim gebliebenen Mädchen und Jungen auf die Beine zu stellen.
Im Vorwort schrieben sie „Liebe Mädchen und Jungen, bald habt Ihr es geschafft: die Zeugnisse sind verteilt und die „Großen Ferien“ beginnen. Heuer möchten wir ein buntes Programm mit vielen Veranstaltungen anbieten“ - und das war nicht zu viel versprochen. Vom 28.06. bis 23.08.1991 (also während der gesamten Sommerferien) gab es täglich wechselnde Angebote.

Schon lange vor Beginn der Sommerferien setzten sie sich zusammen und überlegten welche Angebote möglich waren und welche Personen bzw. Institutionen sie ansprechen konnten. Eine Prämisse war, die Angebote mussten kostengünstig, bzw. kostenlos sein und es sollte für alle Altersgruppen Angebote geben. Alle Personen welche Programmpunkte anboten, bzw. die Institutionen und Betriebe stellen ihre Leistungen damals kostenlos zu Verfügung. Nur die Materialkosten mussten bezahlt werden.

Zur Eröffnung gab es ein großes Fest im Waldfreibad, mit Ballspielen, Wasserspielen, Tischtennis, Tauchen und Vielem mehr. Thilo’s Disco fand in der Stadthalle statt.
Am ersten Pfullendorfer Sommerferien-Spaß beteiligten sich die Oberst-von-Fritsch-Kaserne Pfullendorf (jetzt Staufer-Kaserne), die Firmen Geberit und ALNO, die Feuerwehr, die Kunstschmiede Peter Klink und der Modellflugclub.
Es gab eine „Knast-Führung“ im ehemaligen Gefängnis Pfullendorf, eine Fahrradralley, eine Betriebsbesichtigung der Straßenmeisterei, einen Bastelvormittag im Werkstättle“, verschiedene Bastelwork-Shops im Eingangsbereich des damaligen Kultur- und Verkehrsamtes, einen „Kripo-Nachmittag“ beim Polizeiposten Pfullendorf mit Fahrradprüfung, Fingerabdrücken, Fahndungsfotos etc., eine Exkursion in die Botanik und eine Hüttenfreizeit in Au. Man war zu Besuch bei der Buchhandlung Heygster, in der Volksbank Pfullendorf, in der BMW-Werkstatt Deuchert und bei der Tennisschule Walch-Schneck. Es wurde ein Tischtennisturnier im Waldfreibad Pfullendorf und ein lustiges Städtequiz veranstaltet und man besuchte den Fernsehsender für das 2. und 3. Programm auf dem „Höchsten“, von wo man anschließend eine Wanderung vom Höchsten nach Illmensee, unternahmen. Oder man wanderte im Umland von Pfullendorf. Es wurde ein Zeltlager mit Übernachtung am Zielfinger-See veranstaltet, dafür fuhr man vom Stadtgartenvorplatz in Pfullendorf mit den Fahrrädern dorthin. Es gab Kino-Kino in der Sparkasse. Es wurden Orientierungs- und Geländespiele auf dem Standortübungsplatz Pfullendorf veranstaltet und an einem anderen Tag baute man Hütten aus Zweigen und legte Feuerstellen an. Auch gab es einen „Jagd-Nachmittag“ mit Jagdhundewesen, vorbeugenden Wildschutzmaßnahmen und Jagdhornblasen in der General-Oberst-von-Fritsch-Kaserne. Die absoluten Highlights des Sommerferien-Spaßes waren der große Kinder-Flohmarkt in der Gred (an den sich bestimmt noch viele „damalige“ Kinder erinnern) und die Spagetti-Party im Kaiser und die Herstellung einer Eisbombe und natürlich der anschließende Verzehr im Hotel Adler. Im Laufe der Zeit wollten sich so viele Kinder am Kinderflohmarkt beteiligen, dass der Platz in der Gred nicht mehr ausreicht und noch der „alte“ Bürgersaal dazuzugenommen werden musste.

Im zweiten Jahr, also 1992, konnte das Angebot noch wesentlich ausgeweitet werden. Da gab es dann noch Rock and Roll- und Bauchtanzkurse, Fahrradsicherheitstraining und „Leben und Übernachten im Felde“ und vieles mehr.
Viele der damaligen Kinder sind mittlerweile Eltern und werden sich beim Lesen dieser Zeilen noch an die damaligen Zeiten erinnern.
Hermine Reiter und Wendelin Riegger waren damals täglich neben ihrer „normalen“ Tätigkeit im Rahmen des Sommerferien-Spaßes unterwegs. Es waren anstrengende, aber auch sehr schöne Wochen, denn die strahlenden Kinderaugen waren Dank genug.
Mittlerweile organisiert das Team des „Kinder- und Jugendbüros Pfullendorf“ die Veranstaltungen des immer noch bei den Kindern sehr beliebten Sommerferienprogramms.

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