Die Regionalversammlung der Volkshochschulen Bodensee-Oberschwaben haben sich aufgrund der Corona-Krise aufgrund der Anregung der Vorsitzenden der Regionalversammlung Hermine Reiter (VHS-Pfullendorf) zu einer Online-Sitzung getroffen

Mit der Planung von Kleingruppenangeboten, Kursen unter freiem Himmel sowie der Erarbeitung neuer Raumkonzepten und detaillierter Hygienepläne bereiten sich die Volkshochschulen in der Region auf ihren Neustart in der neuen Normalität vor. Das geht aus einer Pressemitteilung der vhs-Regionalversammlung Bodensee-Oberschwaben hervor. Vorerst ist den Volkshochschulen aber der Betrieb noch bis einschließlich 24. Mai untersagt.

„Wir würden uns sehr wünschen, dass die Volkshochschulen in der nächsten Verordnung des Landes von Lockerungen profitieren und ihre Arbeit unter strengen Abstands- und Hygieneregeln wenigstens in einem gewissen Umfang wiederaufnehmen können“, sagt die Vorsitzende der Regionalversammlung Bodensee-Oberschwaben, Hermine Reiter (VHS-Pfullendorf). Neben einem Termin, zu dem den Volkshochschulen ein allmählicher Wiedereinstieg in die Erwachsenenbildungsarbeit gestattet wird, wünschen sich die vhs-Leiter/innen in der Region Bodensee-Oberschwaben auch konkrete Vorgaben zu den Vorsichtsmaßnahmen, die für die nächste Zukunft gelten.

Der totale Shutdown der vhs-Bildungsarbeit wurde Mitte März verfügt; er ist unverändert geregelt in Paragraf vier der „Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 (Corona-Verordnung - CoronaVO)“ in der Fassung vom 9. Mai 2020. Dort sind zwar auch Lockerungen vorgesehen, nicht jedoch noch nicht für die vhs-Erwachsenbildung: Bibliotheken dürfen wieder Bücher verleihen, auch zoologische Gärten und Museen dürfen wieder öffnen, in engen Grenzen auch die Gastronomie. Den 169 baden-württembergischen Volkshochschulen dagegen ist es bis 24. Mai kategorisch und in allen Fachbereichen untersagt, Kurse oder Vorträge anzubieten, zu denen Menschen – gleichgültig wie viele Menschen – sich treffen.

Ausnahmen gibt es auch: Integrationskurse dürfen wieder stattfinden. Hier weist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) allerdings darauf hin, dass es einen bundeseinheitlichen Neustart wünscht. Einige wenige Volkshochschulen starten jetzt den Wiedereinstieg in die Integrationsarbeit. So auch die VHS-Pfullendorf. Im Wesentlichen aber befinden sich die Volkshochschulen im absoluten Stillstand.

Die Corona-Krise stürzt viele der von den Kommunen und vom Land geförderten Volkshochschulen in ernstzunehmende wirtschaftliche Schwierigkeiten. Kommunale Volkshochschulen sind in der Regel von Haushaltssperren der Kommunen betroffen. Die von Vereinen, Zweckverbänden oder gGmbHs getragenen Volkshochschulen zehren ihre Rücklagen auf. Volkshochschulen decken in der Regel etwa 65 Prozent ihrer Kosten über Kursgebühren ihrer Kund*innen. Diese Einnahmen fallen seit Mitte März komplett aus.

In der vhs-Regionalversammlung Bodensee-Oberschwaben knüpfen wenige große, einige mittlere und viele kleine Volkshochschulen ein flächendeckendes Weiterbildungsnetz von Isny im Osten bis Pfullendorf im Westen, von Bad Waldsee im Norden bis Friedrichshafen im Süden. Insgesamt gehören 15 der 169 baden-württembergischen Volkshochschulen zum südlichsten vhs-Regionalverband.

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