Die Maus wird 50 und das ist für die Stadt Pfullendorf ein Grund zurück zu blicken

Vom 31. Juli bis zum 24. Oktober 1999 befand sich die Stadt Pfullendorf im „Mausfieber“, denn das MAUS OLEUM – die Ausstellung mit Maus, Elefant und Ente – war zu Gast in der Stadthalle Pfullendorf.

Die Wanderausstellung "MAUS OLEUM - 25 Jahre Sendung mit der Maus" entstand zum 25. Geburtstag der „Lach- und Sachgeschichten für Fernsehanfänger“. Das MAUS OLEUM - die interaktive Ausstellung zu Geschichte und Vielfalt des „Fernsehmagazins“ war von März 1996 bis Oktober 2004 in 20 Stationen und fast allen Bundesländern zu sehen. Eine der ersten Städte, welche die Ausstellung zeigen durfte, war Pfullendorf und sie war auch die kleinste und südlichste Stadt. Die Ausstellung war hier so groß wie nie vorher, denn es standen fast 1.000 qm Ausstellungsfläche zur Verfügung.

Wie kam es damals dazu? Rund ein Jahr lang versuchte Hermine Reiter intensiv die Ausstellungsmacher zu überzeugen, das MAUS OLEUM hier in Pfullendorf zu präsentieren. Um optimal über die Sendung mit der Maus informiert zu sein, war jeden Sonntag „Die Maus“ Pflicht in der Familie Reiter, denn das „geballt“ Fachwissen bracht Sie dem Ziel das MAUS OELUM nach Pfullendorf zu holen einen Schritt näher. Denn wer kannte bei den Machern der Maus schon das Städtchen Pfullendorf? Und die Konkurrenz war groß. Denn eigentlich war geplant, dass das MAUS OLEUM nach Konstanz in das Konzil kommen sollte und nur der Beharrlichkeit, der Ausdauer und dem Maus-Fachwissen von Hermine Reiter war es zu verdanken, dass Pfullendorf den Vertragsabschluss bekam.

Das MAUS-OLEUM braucht stets große Räume und spannt die Wände mit blauem Stoff ab. 1.800 qm blauer Stoff waren notwendig um die Turnhalle der Stadthalle Pfullendorf in die Welt der Maus zu verwandeln.

Knapp 40.000 Besucher haben die Ausstellung in Pfullendorf während der drei Öffnungsmonate (August, September und Oktober) gesehen. Die Resonanz war sowohl bei den Besuchern aus dem Umland, als auch bei den Urlaubern (welche teilweise extra ihren Urlaub in unsere Region verlegt hatten) sehr hoch. Eine Anreisezeit von teilweise bis zu drei Stunden nahmen die Gäste gerne in Kauf, um sich in die Lach- und Sachgeschichten der Maus entführen zu lassen.

Am letzten Ausstellungsöffnungstag konnte auch der 600.000ste Besucher der Ausstellung MAUS OLEUM standortübergreifend begrüßt werden.
Sogar ein Sonderzug mit Dampflokomotive und historischen Wagen fuhr vom Bahnhof Altshausen nach Pfullendorf.

Die Maus und der Maulwurf und auch Christoph Biemann und Armin Maiwald kamen gleich mehrmals zum Walking-Act und zur Autogrammstunde nach Pfullendorf. Ebenso besuchte Dieter Saldecki, Leiter der Programmgruppe Kinder und Jugend und seit 28 Jahren auch der „Sendung mit der Maus“ mehrmals das MAUS OLEUM an seinem südlichsten Ausstellungsort.

Zwei Ankündigungen in der ARD verfehlten ihre Wirkung auf die Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet nicht und brachten viele zusätzliche Besucher, welche vorher den Namen Pfullendorf nicht einmal kannten hier her.

Das Begleitprogramm zur Ausstellung war umfangreich, Workshops, Kindergeburtstagsfeiern, Führungen und ebenso der große Maus-Shop brachten nicht nur die Kinderaugen zum Glänzen. Die örtlichen Firmen beteiligten sich als Sponsoren, die Geschäftsleute gestalteten ihr Schaufenster „mauskonform“ und sogar das Warenangebot der Geschäfte passte sich der Maus an. In den Bäckereinen wurden Mäuse und Mauskuchen gebackten. Die Konditorei fertigte Maus, Elefant und Ente aus Marzipan und vieles mehr.

Das MAUS OLEUM hat den Namen der Stadt Pfullendorf weit über die Grenzen Baden-Württembergs hinaus bekannt gemacht.

Was gab es zu sehen? Das MAUS OLEUM entführte die großen und kleinen Besucher in die Welt der „Sendung mit der Maus“. Hier konnte man über 150 Dinge und viele Modelle aus Sachgeschichtenfilme, wie z. B. die Lach- und Sachgeschichten-Welle, das Regenbogenspiel welches Licht in Spektralfarben trennte, die Camera Obscura welche die Welt auf den Kopf stellt, sehen. Hier konnte man ausprobieren, wie viele Kugeln man braucht um vier Lampen anzuschalten, die Spagettiperücke aus dem Film Dauerwelle, das Schiff aus der Schiffs-Maus und Armins Puppenstube aus der Nachkriegs-Maus betrachten. Man konnte einen Blick in die Unendlichkeit werfen und noch Vieles mehr. Die Ausstellung erklärte wie die Löcher in den Käse kommen oder wer die Streifen in die Zahnpasta malt. Man konnte das Astronautenkloo testen und darüber hinaus gab es Originalfolien und Storyboards von der Maus und ihren Freunden und als Krönung die Originalpuppen des seemannsgarnspinnenden Käpt' n Blaubär, seiner drei Enkel und seinem Matrosen Hein Blöd. In der Wundertrommel konnten die Besucher mitfahren und sich in der Bibliothek der Lachgeschichten die Musik der verschiedenen "Maus"-Sendungen anhören. Es begegneten uns der kleine blaue Elefant, die gelbe Ente, Käpt'n Blaubär und seine neugierigen Neffen, Lars der Eisbär und natürlich die Maus.

Die Ausstellung zeigte, wie und womit die Maus-Macher, die auch nach Pfullendorf kamen, das Unerklärliche erklären. Sachgeschichten machen klüger, Lachgeschichten sind zum Lachen und am besten funktioniert beides zugleich - natürlich: Mit der Maus!
Die Ausstellung zeigte wie Trickfilme entstehen und wie die Sonne mit Licht und Schatten malt und der blaue Elefant über Maus und Hürde springt.
Die Stadthalle war gerammelt voll – das Interesse riesengroß.

Bei einem Besuch der „Mausmacher“ in Pfullendorf konnte Hermine Reiter diese auch noch davon überzeugen der Firma Geberit einen Besuch abzustatten und den Abwasserturm zu besichtigen und so kam es, dass die Firma Geberit auch schon einen Auftritt in der Sendung mit der Maus hatte. Christoph Biemann war so begeistert vom Abwasserturm, dass er sich einen „Feststoff-Dummy“ als Souvenir mitnahm.

In Erinnerung an diese tolle Ausstellung und zum 50. Geburtstag der Maus, ist die Stadt Pfullendorf auf der Suche nach Schnappschüssen rund um die Pfullendorfer-Ausstellung. Sollte jemand Fotos haben, kann er diese gerne an foto@pfullendorf.de schicken. Mit der Einsendung der Fotos müssen die kompletten Kontaktdaten und gleichzeitig das Einverständnis zur kostenlosen Veröffentlichung erteilt werden. Es werden einige dieser Fotos auf der Homepage der Stadt Pfullendorf und im „Pfullendorf aktuell“ veröffentlich. Jeder Einsender darf max. drei Fotos schicken.
Weitere Fragen beantwortet gerne Hermine Reiter, hermine.reiter@stadt-pfullendorf.de .

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