Landrätin und Bürgermeister rufen Menschen eindringlich auf, Kontakte zu meiden

Am Abend haben sich Landrätin Stefanie Bürkle und alle Bürgermeister des Kreises in einer Telefonkonferenz über die Aufgaben, die zur Bekämpfung des Corona Virus jetzt anstehen, ausgetauscht.

Stefanie Bürkle ruft alle Bürger des Kreises zur Mithilfe auf: „Jetzt kommt es auf jeden an. Wir alle müssen uns disziplinieren und soziale Kontakte einschränken, wo immer es geht. „Zu Hause bleiben“ heißt auch tatsächlich zu Hause zu bleiben und Ansammlungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen z.B. auf Spiel- und Bolzplätzen zu vermeiden. Wenn Trauungen nur noch mit fünf Personen stattfinden können und Beerdigungen im engsten Familienkreis, dann wird deutlich, wie ernst die Lage ist. Alle Kultureinrichtungen, Bildungseinrichtungen, Bäder, Sportstätten, Vereinsräume und Vergnügungsstätten sind durch die Verordnung des Landes nun geschlossen. „Und auch Restaurantbesuche unterliegen nun strengeren Auflagen“, so Bürkle.

„Bei aller Einschränkung sollten wir dabei aber nicht die Hilfe für ältere oder kranke Personen vergessen, die dringend auf Freunde, Familie oder Nachbarn angewiesen sind. Ihnen das zum Leben Notwendige mitbringen, sich mit Ihnen am Telefon austauschen, das ist das, was jeder von uns jetzt tun kann“, so Bürkle weiter.

Bürgermeister Jochen Spieß berichtet, dass sich die Bürgermeister kurzfristig bereits am Samstagmorgen getroffen hatten, um abzustimmen, inwieweit öffentliche Einrichtungen der Gemeinden geschlossen werden müssen und wie eine Notfallbetreuung für Kinder zu organi-sieren ist. „Unser Ziel ist schneller zu sein als das Virus. Die Maßnahmen müssen frühzeitig und in Summe wirken. Nur durch entschlossenes Handeln schaffen wir es, die Verbreitung zu bremsen“, so Spieß. Dankbar ist Jochen Spieß, der Vorsitzender der Bürgermeisterkonferenz im Kreis Sigmaringen ist, den Vereinen, Kirchen und Initiativen: „Fast alle haben ihre Aktivitäten auf Null heruntergefahren. Und null heißt: Auch kein Fußballtraining und kein Lauftreff an der frischen Luft. Das zeigt: Wir sind bereit, Einschnitte im Alltag zu akzeptieren und konsequent zu handeln. Hierüber bin ich wirklich erleichtert.“

Froh sind die Landrätin und die Bürgermeister auch, dass das Land im Zuge einer Eilverordnung Veranstaltungen über 100 Personen und den Zugang zu Krankenhäusern und Pflegeheimen verboten hat. „Das hätten wir sonst heute auch für den Landkreis selbst so geregelt“, sagt Bürkle. Allgemeinverfügungen hierfür sind nun aber nicht mehr notwendig.

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