Wakeboard-Meisterschaft

Die Wasserskianlage im Seepark ist Austragungsort der Deutschen Meisterschaften im Wakeboarden am 18. und 19. August.

Hermann Geil, Betreiber der Wasserskianlage, hat vom Deutschen Wasserski- und Wakeboardverband (DWWV) den Zuschlag erhalten. Etwa 100 Teilnehmer aus ganz Deutschland werden erwartet. Für die Zuschauer ist der Eintritt an beiden Tagen frei. Mehr durch einen Zufall richtet Hermann Geil die deutschen Meisterschaften in Pfullendorf aus. Eigentlich wäre Salzgitter an der Reihe gewesen, aber aus organisatorischen Gründen hatte Salzgitter kurzfristig abgesagt, sagt Geil, der sich mit dem DWWV in Verbindung setzte und nach mehreren Gesprächen grünes Licht erhielt. „Ich habe richtig Lust auf die Veranstaltung“, so Geil, obwohl für solch einen Wettbewerb mindestens ein Jahr Vorbereitung notwendig ist. Hermann Geil bleiben gerade einmal mehr als acht Wochen Zeit, um die Veranstaltung von A bis Z durchzuplanen. „Wir haben ein gutes Team. Wir schaffen das“, ergänzt Geil. Für den 41-Jährigen ist es bereits die zweite deutsche Meisterschaft, die er in Pfullendorf ausrichtet. 2006, ein Jahr nach der Eröffnung der Wasserskianlage im Seepark Linzgau, sahen etwa 3500 Zuschauer spektakuläre Sprünge im Wasser – an nur einem Tag. Damals gab es noch keine Schanzen und keine Hindernisse auf der 900 Meter langen Bahn, die über die Region hinaus bekannt ist. An den deutschen Meisterschaften dürfen nur Wakeboarder teilnehmen, die in der offiziellen Rangliste eingetragen sind. Insgesamt gibt es acht verschiedene Wettbewerbe – von den Kindern angefangen bis zu den Profis. Eine Jury bewertet die sogenannten Rider nach Risiko, Schwierigkeitsgrad und Style und vergibt hinterher Punkte. Ein Preisgeld gibt es bei den deutschen Meisterschaften nicht, stattdessen Siegermedaillen, um die sich Geil auch noch kümmern muss.

Viele Vorgaben, viel Arbeit, aber wenig Zeit – trotzdem ist Hermann Geil optimistisch, dass die deutschen Meisterschaften in Pfullendorf am richtigen Ort ausgetragen werden. „Von der Infrastruktur her ist der Seepark einfach optimal. Wir haben genügend Flächen zum Zelten, ausreichend Parkplätze. Alles ist vorhanden“, ergänzt Geil, der an den beiden Tagen eng mit Heike Gäng, der Pächterin des Seepark-Restaurants, zusammenarbeitet. Gäng bietet den Teilnehmern am Samstagmorgen ein Frühstück an und veranstaltet nach den Qualifikationsläufen am Freitagabend eine Party für das Teilnehmerfeld, zu dem unter anderem der mehrfache deutsche Meister Nicki Gührs gehört. Und über eine weitere Zusage freut sich Geil besonders: Julia Rick dreht ebenfalls ihre Runden. Rick wurde sechsmal Weltmeisterin, viermal Europameisterin und fünfmal deutsche Meisterin.

„Die deutschen Meisterschaften haben damals eine große Nachfrage für das Wasserskifahren erzeugt“, sagt Jörg-Arne Bias, Geschäftsführer der Stadtwerke Pfullendorf. Als Bias kürzlich von Geil angerufen wurde, habe er ihm sofort seine Unterstützung zugesichert. „Es ist mal wieder an der Zeit und eine tolle Sache“, ergänzt Bias. Allerdings hofft Hermann Geil noch auf viel mehr Unterstützung – vor allem finanzielle. „Vonseiten des Verbands gibt es keine Unterstützung. Das ist so üblich in dieser Branche.“ Hermann Geil trägt demnach die Kosten für die Anreise und Verpflegung der Wakeboarder und einer mehrköpfigen Delegation, die in Pfullendorf übernachten wird. „Ich rechne mit Kosten zwischen 15 000 und 20 000 Euro“, sagt Geil. Dagegen macht er keine Einnahmen, weil kein Eintritt von den Besuchern verlangt wird. „Einzig der Umsatz für Essen und Trinken sind meine Einnahmen.“ Umso mehr freut sich Hermann Geil, dass die Stadtwerke ihm helfen. „Ich wünsche mir wirklich, dass noch weitere Sponsoren mitmachen. Diese Veranstaltung ist es wert.“