Linzgau Theater startet Kartenverkauf

Das neue Dorfgemeinschaftshaus in Otterswang wird in diesem Frühjahr für sechs Tage zum Schauspielhaus. Erich Koch und sein Linzgau Theater bringen dort Ende März und Anfang April den Schwank „Meine Chefin kommt aus Indien“ auf die Bühne.

Seit Wochen wird intensiv geprobt und schon bei den Proben zeigt sich, dass sich die Besucher auch bei der zehnten Theateraufführung des Ensembles in Pfullendorf auf einen Abend voller Frontalangriffe auf die Lachmuskeln einstellen dürfen. Koch hat in sein spritziges Theaterstück, das vor sieben Jahren in Österreich Premiere feierte und seitdem weit über 100 erfolgreiche Aufführungen im ganzen deutschsprachigen Raum verbuchte, wieder jede Menge Lokalkolorit und frech-derbe Szenen und Sprüche eingebaut. Als Akteure stehen bewährte Laienschauspieler des Linzgau Theaters wie Jürgen Ebert, Raimund Lohr-Hofmann oder Angela Neubauer sowie natürlich der Theaterprofi Erich Koch selbst in der Rolle des Heiratsschwindlers auf der Bühne. Neu im Team sind Uli Ebert und Josef Stehle. Die Bühne haben Koch und seine Helfer schon vor Wochen aufgebaut und darauf eine bäuerliche Wohnstube eingerichtet, die mit vielen witzigen Details ausgestattet ist. Zwei Pausen sind eingeplant, in denen die Besucher bewirtet werden. „Die Aufführung wird optimal“, ist Erich Koch überzeugt.

Der Heiratsschwindler und Frauenverführer Oskar ist vorsichtshalber bei seinen Verwandten Hans und Siggi Kübelbock untergetaucht, denn die betrogene Witwe Thea ist ihm auf den Fersen. Hans führt den elterlichen Bauernhof und Siggi wartet als Finanzbeamter auf seine Beförderung. Weil Laura, die neue Chefin von Siggi, angeblich für Indien schwärmt und für die Beförderung zudem eine heile Familie erwartet, beschließt das schräge Trio gemeinsam mit der männerwütigen Mizzi, Laura eine indische Familie vorzuspielen. Dabei geht schief, was nur schief gehen kann, zumal im Lauf des Stücks erstaunliche familiäre Verwicklungen ans Tageslicht kommen. Monika Brecher, eine gerissene Verkäuferseele, die von Zeitungen bis zu Hunden so ziemlich alles verhökert, und ihr leidgeprüfter Ehemann Olaf sorgen für zusätzliche Turbulenzen, bevor es nach zweieinhalb Theaterstunden doch noch zum unerwarteten Happyend kommt.
„Durch den Abriss konnten wir nicht mehr im Kolpinghaus spielen und mussten uns eine Alternative suchen“, erklärt Erich Koch, warum man sich in diesem Jahr für das neue Dorfgemeinschaftshaus in Otterswang entschieden hat. „Ich habe Ortsvorsteher Siegbert Krall gefragt und der hat sich gefreut, dass wir hier spielen wollen.“ Einen kleinen Nachteil hat die Halle gegenüber früheren Spielorten allerdings: Es passen maximal 100 Zuschauer in den Saal. „Mehr dürfen und können wir nicht hineinlassen“, sagt Koch, der wegen der reduzierten Plätze erstmals sechs Aufführungen eingeplant hat. Er bittet die Theaterfreunde darum, die Eintrittskarten im Vorverkauf zu kaufen, damit niemand vor dem vollen Saal steht und abgewiesen werden muss. „In den Vorverkauf geben wir maximal 100 Karten pro Aufführung, da kann nichts schief gehen“, sagt Koch. Der Erlös des Theaters ist übrigens wieder für einen guten Zweck vorgesehen: Alles Geld, das nach Abzug der Kosten übrig bleibt, geht an die Bürgerstiftung der Stadt.

Das Linzgau Theater spielt den Schwank „Meine Chefin kommt aus Indien“ von Erich Koch an den Freitagen, 24. März und 31. März, an den Samstagen, 25. März und 1. April, und an den Sonntagen, 26. März und 2. April. An den Freitagen und Samstagen beginnen die Aufführungen jeweils um 19.30 Uhr, an den Sonntagen um 16 Uhr. Einlass ist 90 Minuten vor Spielbeginn. Karten gibt es ab sofort zu acht Euro im Vorverkauf beim Bürgerbüro, bei der Sparkasse Pfullendorf, bei der Bäckerei Schwägler in Denkingen und bei Ortsvorsteher Siegbert Krall in Otterswang sowie zu zehn Euro an der Abendkasse.