Die Bürgermeister informieren

Bürgermeister Thomas Kugler und sein Amtskollege Frank Amann aus Heiligenberg haben die Bürger mit Wohnsitz rund um die geplante Windenergieanlagen bei Denkingen in einem Anschreiben über den aktuellen Stand der Dinge informiert. Gleichzeitig laden sie die Bürger am Dienstag, 16. Januar 2018, von 18.30 bis 21.30 Uhr zu einer Informationsveranstaltung in die Andelsbach-Halle in Denkingen ein.

In dem Schreiben an die Bürger heißt es: Wie viele von Ihnen mitbekommen haben, gibt es Pläne für weitere Windenergieanlagen in Pfullendorf und Heiligenberg. Mehrere Unternehmen haben Interesse bekundet, auf privaten Flächen in Denkingen und Rickertsreute Windräder zu planen. Nahe Hilpensberg und Oberhaslach stehen seit diesem Frühjahr drei Windräder. Damit leisten wir bereits heute einen nennenswerten Beitrag zu der auch aus unserer Sicht notwendigen Energiewende. Wir wenden uns daher gegen weitere Windenergieanlagen.

Zu den Planungen informieren die Bürgermeister: Es gibt drei Vorhaben nahe dem bestehenden Windpark Hilpensberg, die unterschiedlich weit gediehen sind. Höhenreute: Auf Waldflächen des Spital- und Spendfonds Überlingen sind vier Windenenergieanlagen geplant. Das mit der Planung beauftrage Unternehmen ABO Wind AG will den Genehmigungsantrag im ersten Quartal 2018 einreichen. Malaienwald: Ebenfalls auf Pfullendorfer Gebiet könnten auf Flächen des Fürstenhauses Fürstenberg mehrere Anlagen errichtet werden. Die Planungen sind unserer Kenntnis nach aber noch in einem sehr frühen Stadium. Rickertsreute: Auf Heiligenberger Gebiet plant die Firma VenSol Neue Energien GmbH einen Windpark mit bis zu drei Anlagen auf Flächen eines privaten Flächeneigentümers. Die notwendigen Untersuchungen sind für 2018 geplant.
Als Gemeinden haben wir nur wenig Einfluss auf die Planungen und deren Umsetzung, schreiben die beiden Bürgermeister weiter. Wenn die Unternehmen beim Landratsamt in Sigmaringen beziehungsweise in Friedrichshafen Genehmigungsanträge stellen und anhand von Gutachten nachweisen, dass Mensch und Natur in ausreichendem Maße vor negativen Auswirkungen geschützt sind, haben sie ein Recht auf die Genehmigung. Allerdings müssen sich seit Anfang 2017 Unternehmen zusätzlich an Ausschreibungen der Bundesnetzagentur beteiligen. Eine Genehmigung reicht allein nicht mehr aus. Den Zuschlag erhält, wer möglichst günstig Strom produziert. Bei den bisherigen Ausschreibungen hat kein Windkraftprojektierer für Planungen in Baden-Württemberg einen Zuschlag erhalten. Aus unserer Sicht ist aktuell weder Anlass für Verharmlosung noch für Panikmache. Wir wollen aber, dass Sie sich selbst ein Bild machen können.